Ideen von Ingeborg Stoephasius
Viele Bürgerinnen und Bürger in Adendorf wünschen sich seit langem einen Ort, der als lebendige Begegnungsstätte für alle Altersgruppen und Kulturen dient. Zwar leisten unsere Kirchen, Vereine und Verbände bereits großartige Arbeit, doch oft sind es gerade Menschen außerhalb dieser festen Gemeinschaften, die im Alter unbemerkt vereinsamen.
Daher ist die Schaffung einer neutralen Einrichtung eine vielversprechende Ergänzung, die sicher nicht nur ältere, sondern auch jüngere und ausländische Bürger integrieren würde. Ein solcher Treffpunkt wäre eine Bereicherung und keine Konkurrenz für die anderen Angebote im Ort. Er gäbe insbesondere alten Menschen einen Platz, an dem sie Gemeinschaft erleben können, ohne an feste Termine, Versammlungen oder Monatsbeiträge gebunden zu sein.
Wie groß der Wunsch nach solchen ungezwungenen Kontakten ist, habe ich selbst erlebt, als ich in der Bibliothek ein Erzählcafé durchgeführt habe. Dort kamen jüngere und ältere Adendorfer zusammen, und von den Senioren hörte ich immer wieder: „Ich lebe jetzt schon seit einigen Jahren hier, aber außer meinen Nachbarn kenne ich niemanden. Wo kann man denn neue Leute kennenlernen?“
Wie wird unser Adendorf in einigen Jahren aussehen? Wird es ein Ort sein, an dem ältere Menschen isoliert leben, oder schaffen wir einen Raum, in dem die Energie der Jugend auf die Lebenserfahrung der Älteren trifft? Ein Dorfgemeinschaftshaus bietet genau dafür den Platz. Man könnte sich treffen, um miteinander zu reden, zu spielen oder zu feiern. Vorleseabende, Skatnachmittage und Berichte über Reisen oder Herkunftsländer hätten hier ebenso ihren Platz wie Vorträge zu wichtigen Alltagsfragen wie Rente, Gesundheit, Umgang mit Behörden und das Thema Pflege. Mir persönlich liegt ein solches Miteinander der Generationen und Kulturen zutiefst am Herzen.
Dass die Nachfrage da ist, hat die Praxis gezeigt: Vor zwei Jahren habe ich ein Kaffeetrinken im Kirchweg für Jung und Alt auf die Beine gestellt. Die Resonanz war toll und ich würde die Aktion sofort wiederholen – allerdings war der Auf- und Abbau der Pavillons für mein kleines Team auf Dauer zu kraftraubend.
Daraus ist eine konkrete, pragmatische Idee entstanden: Wie wäre es, wenn wir das Gebäude des Jugendtreffs um einen Wintergarten erweitern? Im Sommer lassen sich die Glastüren weit öffnen, im Winter sitzt man geschützt im Warmen. Die wichtigste Infrastruktur wie Küche und Toiletten ist vor Ort bereits vorhanden. Es bräuchte lediglich noch etwas gemütliches Secondhand-Mobiliar.
Für die Umsetzung könnten zudem Fördermittel beantragt werden, wie beispielsweise aus dem „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“. Ein solcher Anbau wäre ein nachhaltiger Schritt zu einem Adendorf, in dem niemand alleine bleiben muss.
Haben Sie als Bürgerinnen und Bürger noch andere Vorschläge oder weitere Ideen für unser Dorfgemeinschaftshaus? Welche Wünsche liegen Ihnen am Herzen? Lassen Sie uns gemeinsam darüber ins Gespräch kommen!
Ingeborg Stoephasius 4. Juli 2026
Member discussion: