Die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen unter dem Vorsitz von Ronald Steinberg (SPD) war am Donnerstag, den 18. März 2026,so gut besucht, dass weitere Stühle für die interessierten Bürgerinnen und Bürger aufgestellt werden mussten und Lust auf die heutige Ratssitzung macht. Denn Bürgerinnen und Bürger interessieren sich für das was im Ort geschieht.

Gleich der Tagesordnungspunkt 2 brachte dies zum Vorschein: die Einwohnerfragestunde. Hier fragten AdendorferInnen:

2.1 Baumfällungen auf dem Außengelände des Adolph-Holm-Kindergartens

2.2 Beeinträchtigung durch Gewerbe im Wohngebiet am Bültenweg

2.3 Baumbestand auf dem Geländestreifen der Deutschen Bahn/Am Bahndamm

2.4 Fragen zum geplanten Außengelände des Adolph-Holm-Kindergartens

2.5 Rückfrage zur Ausgleichsfläche für die Baumfällungen auf dem Außengelände des Adolph-Holm-Kindergartens.

2.6 Reduzierung der Bäume im Bereich der Parkanlage.

Die Fragen rund um den Adolph-Holm-Kindergarten wurden dann ausführlich im Tagesordnungspunkt 5 diskutiert:

Sanierung des Adolph-Holm-Kindergartens Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 12 "Kirchweg West"

Dazu hatte der Ausschuss die Planerin Frau Katharina Erzepky von Munder & Erzepky eingeladen. Frau Erzepky stellte zunächst den Plan vor und erklärte anhand des projizierten Plans, was alles in den Plan eingeflossen ist. Dabei berichtete Frau Erzepky, dass ein Biologe eine Baumbestandaufnahme gemacht hat, die sowohl den Zustand der Bäume, die zukünftigen Entwicklungschancen sowie die Besiedlung durch Vögel und Tiere berücksichtigt hat. Weiter hin wurde vorgestellt: die Spielgeräte sollen neu ertüchtigt werden, gute Bereiche zum Spielen geschaffen werden. Nicht zuletzt stellte sie vor, dass es seit der Erstbebauung des Adolph-Holm-Kindergartens neue Bestimmungen zu berücksichtigen sind: dabei sind heute höhere Ansprüche an die sichere Erreichbarkeit gestellt und auch der Wasserabfluss muss so geregelt werden, dass basierend auf behördliche Risikokarten zu erwartender Starkregen auf dem Gelände geordnet abfließen kann. Dabei wurde berücksichtigt, dass der Kirchweg höher gelegen ist und die Tiefbauer planen eine Zisterne mit geregelter Versickerung ins Erdreich. Die Pflastersteine für die Parkplätze werden entsprechend ebenfalls versickerungsfähig sein. Frau Erzepky lobte dabei die Verbesserung der Hersteller hinsichtlich der Angaben und Eigenschaften solcher versickerungsfähigen Pflastersteine. Moderne Küchenanlagen müssen heutzutage auch über Fettabscheidevorrichtungen verfügen. Das abgeschiedene Fett muss dann mit relativ großen LKWs abgeholt und entsorgt werden. Auch die Rettungswagen sind inzwischen größer geworden, berichtete die Leitung des Adolph-Holms-Kindergartens. Insgesamt für dies dazu, dass die Planung größere An- und Abfahrtswege einplanen muss.

Mit Hinsicht auf die Ziele der Gemeinde Adendorf für Treibhausneutralität bis zum Jahr 2045 soll entsprechend auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kindergartens entstehen. Insgesamt sollen 22 Bäume für die Vergrößerung des Kindergartengebäudes und der Erhöhung der Stellplätze weiche, die teilweise auf dem Gelände ersetzt werden, teilweise auf einer Fläche in Erbstorf. Von diesen 22 Bäumen sind nach Einschätzung des Biologen lediglich 4 Bäume in einem schützenwerten Zustand. Die Planung der Parkplätze wurde dabei so vorgeschlagen, dass möglichst wenige Bäume von dieser Güte gefällt werden müssen. Eine spiegelverkehrte Anordnung der Parkplätze würde zum Beispiel zu einer Erhöhung der Anzahl von zu fällenden Bäumen führen, die schützenswert sind.  

Insgesamt konnte Frau Erzepky die SPD-Fraktion überzeugen, dass hier eine sehr sorgfältige und durchdachte Planung vorliegt die mit großer Kompetenz und der gewünschten Besonnenheit hinsichtlich der Fragen des Umweltschutzes.

Im Tagungsordnungspunkt 9 schlug der 1. Ratsvorsitzende Sören Schierholz (SPD) vor die Eichenprozessionspinner mittels Erhöhung der Meisenpopulation durch die Anbringung von geeigneten Nistkästen zu erhöhen. Des weiteren erinnerte der Ausschuss die Verwaltung an die Prüfung der 3 Snackautomaten im Ort, um die Ratsmitglied Jens Hungerecker (SPD) gebeten hatte.

Die Sitzung schloss dann um 21.35 Uhr nach 2,5 Stunden mit interessanten und spannenden Diskussionen, Fragen und Erläuterungen. Eine Ausschusssitzung die Freude macht.