Die Sommerpause ist vorbei. Gestern, am 20.08.2026, tagte der Ausschusses für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen.
Die Sitzung begann um 18 Uhr vor der Emmauskirche Adendorf, mit dem 18 Uhr Läuten der Emmauskirche. Um 19 Uhr wurde die weitere Beratung im Sitzungssaal im Rathaus fortgeführt.
Bei der Ortsbesichtung an der Emmauskirche waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gekommen, unter anderem Repräsentaten des NABU und Mitglieder des Vereins erhaltdenwald e.V.; sie nutzten die öffentliche Sitzung an der Außenanlage, um ihre Meinung zu äußern.

Anlass war eine Anfrage der Kirchengemeinde an die Gemeindeverwaltung ,ob es möglich sei eine Birke auf der Außenanlage zu entfernen. Die Maßnahme ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts zur Aufwertung der Grünanlage im Umfeld der Kirche.
Neugestaltung eines Kirchengrundstückes mit Entfernung einer Birke
Nach dem Ortstermin wurde die Sitzung des Ausschusses im Sitzungssaal des Rathauses fortgesetzt.
Externer Link zur öffentlichen Beschlussvorlage
Sachdarstellung - Zitat aus der öffentlichen Beschlussvorlage
Auf dem Grundstück der Emmaus-Kirchengemeinde, Kirchweg/Ecke Bültenweg, befindet sich eine Birke, die im Zuge einer gestalterischen Neustrukturierung der Außenanlagen entfernt werden soll. Die Maßnahme ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts zur Aufwertung der Grünanlage im Umfeld der Kirche. Für die Neugestaltung wurde eine Skizze erarbeitet und einem Baumsachverständigen (Herrn Rumpf) zur fachlichen Einschätzung vorgelegt. Dieser bewertet die Planung grundsätzlich positiv und bestätigt, dass die Überlegungen den Eindrücken aus der Ortsbegehung entsprechen. Er weist jedoch darauf hin, dass keine großkronigen Bäume (z. B. Linden) verwendet werden sollten, da diese die Sicht auf die Kirche beeinträchtigen könnten. Als geeignete Alternative empfiehlt er klein- bis mittelgroße, attraktiv wachsende und standortverträgliche Baumarten. Besonders geeignet seien hier Vogelbeerarten (Sorbus), die sowohl gestalterisch ansprechend als auch ökologisch wertvoll und standortrobust sind. Die vorhandene Linde bleibt als prägendes Gehölz erhalten und wird in das Gesamtkonzept integriert. Die Verwaltung könnte sich hier u.U die Erteilung einer Ausnahme nach §5 Abs. 1 b) Baumschutzsatzung vorstellen. Danach kann eine Ausnahme vom Fällverbot zugelassen werden, wenn das Verbot zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Ausnahme mit dem öffentlichen Interesse, insbesondere dem Zweck der Schutzausweisung, vereinbar ist. Durch zusätzliche Maßnahmen wird sowohl ein Ausgleich als auch eine Aufwertung der Fläche erfolgen
Die Beschlussvorlage wurde vom Ausschuss mit den Stimmen der SPD abgewiesen. Bürgermeister Thomas Maack hatte vorher der Abstimmung der Gemeinde empfohlen, den Vorplatz so zu planen, dass die Birke erhalten bleibt. Die anwesenden Vertreter des Kirchenvorstandes haben damit auch kein Problem. Sie zeigten sich völlig offen.
Integriertes Klimaschutzkonzept:
V-11 Prüfung eines Strombilanzkreismodells
Der nächste Tagesordnungspunkt behandelte das Handlungsfeld 1 des Integrierten Klimaschutzkonzepts der Gemeinde: diese betrifft die Treibhausgasneutrale Verwaltung und kommunale Liegenschaften. Klimamanager Thore Lütjohann hatte mit dem Netzbetreiber Avacon zusammengearbeitet um die Möglichkeit einer besseren Finanziellen Ausnutzung der Investitionen in Photovoltaikanlagen der Gemeinde zu erörtern. Dabei geht es für die Avacon um ein Pilotprojekt mit der Gemeinde Adendorf, nämlich das erste Strombilanzkreissystem einzuführen im Bereich des Netzes der Avacon.
Vertreter der Avacon stelten im Ausschuss ihre Erkenntnisse vor. Danach kann die Gemeinde bei einer Umsetzung mit einem Stromanbieter mit den gegenwärtigen Anlagen 18.000,- € jährlich mehr einsparen, als eine normale Rückvergütung von ins Netz eingespeister überschüssiger Strom aus den vorhandenen Photovoltaikanlagen normalerweise eingespart werden kann. Mit den weiteren Anlagen, die schon geplant sind. z.B. durch die Sanierung der Adolph-Holm-Kindertagesstätte liesen sich sogar 22.000 € zusätzlich durch das Strombilanzkreismodell einsparen.
Der Ausschuss beschloss einstimmig dieses Modell mit den Stromanbietern umzusetzen.
Pilotprojekt Entsiegelung
Handlungsfeld 5 des Integrierten Klimaschutzkonzeptes hat mit Maßnahme K-4 die Wiederherstellung von natürlicher Bodenfunktion zum Ziel, Stichwort: Entsiegelungsprojekte.
Dazu stellte der Umweltbeauftragte Dennis Volland das gemeinsam mit dem Klimamanager Thore Lütjohann erarbeitete Pilotprojekt zur Entsiegelung vor. Dabei soll ein 1 Meter breiter Streifen von 160 Meter Länge im Pfarrer-Kneipp-Weg entsiegelt werden. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Der Ausschuss befürwortet einstimmig den Plan wie vorgestellt.
Hier findet Ihr die vollständige Tagesordnung: externer Link
Member discussion: